Familie(n) Meister
Die Meisters und Baden - für Jahrhunderte war das eine Einheit. Wo die Wurzeln der Familie Meister liegen, habe ich noch nicht herausgefunden.
Von Bauern wurden die Meisters zu Metzgern, wann und wie dies geschah, weiß ich leider nicht. Dieser Wandel von Bauern zu Metzgern hat sich als für unsere Familie wichtige Veränderung erwiesen. In der Region Rheinmünster sind die Meisters seit langem nun bekannte Metzger, über Generationen haben die Söhne diesen Beruf ergriffen und sich weiter verbreitet.
In Dietlingen, einem früheren Ortsteil von Weilheim im Kreis Waldshut, steht die St. Fridolinskapelle. Über dem Sakristeieingang der Kapelle befindet sich das Wappen eines Abtes aus Sankt Blasien, des Abtes Martin I. Meister. Auf ihn führte mein Großvater die Abstammung "unserer" Meisters zurück. Martin Meister (1596-1625) stammte aus Fützen, das in die Stadt Blumberg eingemeindet worden ist. Fützen liegt unmittelbar an der Schweizer Grenze zwischen Freiburg und dem Bodensee.
Leider sind alle Unterlagen über diese Forschungen verloren gegangen. Geblieben ist das angebliche Wappen der Familie Meister aus Ulm, Lichtenau, das wir nicht führen können - da der Nachweis fehlt.
Wilhelm Meister, mein Großvater, hat vor dem zweiten Weltkrieg gemeinsam mit einem Genealogen namens Hermann Stenz versucht, die Linie der Familie zurück zu verfolgen und gelangte dabei zu einem Abt in St. Blasien namens Martin Meister und von ihm aus zurück bis zu einer Familie Meister aus Fützen. Außer Martin Meister trug auch ein Freiburger Notar und Professor der Universität Freiburg (etwa 1626) dieses Wappen. Die beiden waren verwandt, eventuell war Adam eine Neffe von Martin Meister.
Ehefrau von Wilhelm Meister wurde Mathilde Rinker, geborene Frank. Mathilde stammt aus einer Familie von Arbeitern, vermutlich in einer der metallverarbeitenden Fabriken, die es in Esslingen gab. Sie heiratete in erster Ehe am 6. April 1929 in Göppingen den Karl Christian Rinker. Die Ehe wurde 1935 geschieden.
Wilhelm Meister hatte sich schon früh dazu entschlossen Künstler zu werden. Während des ersten Weltkrieges war er als Soldat in Flandern und Belgien. Bereits dort malte und zeichnete er. Er hatte in Berlin und Paris Kunst studiert und arbeitete in dem Ort Steinbach bei Baden in einem Haus, das er gebaut hatte. Es enthielt ein großes Atelier, in dem er seine Bilder und Skulpturen schuf.
Unter anderem war er Mitveranstalter der "ersten Bühler Kunstausstellung".
Sein Vater, Karl Meister, ein in der ganzen Gegend bekannter und angesehener Metzger, soll - so berichten es zumindest einige Familienmitglieder - soll von seiner Entscheidung für den Beruf und die Frau nicht sehr begeistert gewesen sein.
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